33. Corpsversammlung der Hohenzollern-Kürassiere

Veröffentlicht am 05.03.2018 um 19:00 Uhr

Da man wohl unter sich sein wollte, beschränkte sich die Gästeliste auf den Vertreter des Landeskommandos Rittmeister Albert Steinhauser, der gleichzeitig auch Rittmeister der Patenwehr Gelbe Husaren Altshausen ist und auf Partner/innen welche die geschrumpfte Zahl den Anwesenden ergänzten.

Das doch deutlich geschrumpfte Trompetercorps eröffnete die Veranstaltung und gab damit auch die Gangart vor: Man rückte sinnfällig zusammen und trug seinen Part harmonisch bei.

Traditionelle Eröffnung mit musikalischen Grüßen des Trompetercorps

An Brisanz fehlte es der Tagesordnung nicht: Erstens hatte der Kommandant im Tenor seines Rapports eine enttäuschende Teilnehmerzahl an den Einsätzen des Jahres 2017 und eine unerfreuliche Publicity durch satzungsverletzendes und kameradschaftsstörendes Verhalten festzustellen, obwohl ein weitaus größerer Teil der Aktiven treu zur Sache stand und auch Erfolge erzielte. Außerdem waren die bei der außerordentlichen Corpsversammlung offen gebliebenen Anträge weiterzubearbeiten, da die seinerzeit beschlossenen Mediation hierzu keinen Konsens erbrachte.

Die Reflexionen zur Mediation nahmen einen separaten TOP ein, der im Wesentlichen die Berichte und Einschätzungen des Madiatorenteams wiedergab, sowie einige persönliche Anmerkungen des Rittmeisters enthielt, in denen er auf die Versuche einging, die im Herbst vergangenen Jahres gekündigten Mitglieder, noch vor Jahresende wieder einzugliedern. Letztendlich räumte er auch Fehler seinerseits ein, rief dazu auf, Konfliktursachen nicht ausschließlich bei anderen, sondern zunächst bei sich selbst zu suchen und forderte dazu auf, nun endlich wieder vorwärtsgerichtet und gemeinsam am selben Strang zu ziehen.

Dem Kassenbericht von Zahlmeister Lutz Arndt war als Kernpunkt zu entnehmen, dass auch nach der teuren Mediation, ausgebliebenen wirtschaftlichen Erträgen und Zinsrückgängen immer noch ein sehr solider Kassenbestand verbleibt. Der Kassenprüfungsbericht von Dr. Hubert Forster und Elmar Molnar fiel erwartungsgemäß so positiv aus, so dass die Entlastung für Zahlmeister Arndt nur mehr Formsache war und Fördermitglied MdL Klaus Burger auch zügig die einstimmige Entlastung für Kommandant, Zahlmeister und Beirat erwirken konnte.

Als Dank und Anerkennung für Ihr überdurchschnittliches Engagement im vergangenen Jahr, erhielten Robert Ott und Marc Pohlhaus jeweils für 9-maligen Einsatz im Jahre 2017, für 12 und 13-maligen Einsatz jeweils Noah Bako und Georg Irmler ein Erinnerungstrinkglas.

Rittmeister Anton Rädle ehrte Leutnant Josef Riedinger und den bisherigen Stabstrompeter Herbert Kanz unter Ernennung zum Ehren-Stabstrompeter mit der Ehrenmedaille in Gold für 25 Jahre aktiven Dienst. Pauker Felix Bösch und Reiter Wolfgang Kieselbach erhielten jeweils eine Ehrenmedaille der Hohenzollern-Kürassiere sowie eine Verdienstmedaille des Landessverbandes Württembergisch-Hohenzollerischer Garden und Wehren in Bronze für 10 Jahre aktiven Dienst. Wachtmeister a.D. Roman Kleinmann wurde in Abwesenheit mit dem Verdienstkreuz in Silber für besondere Verdienste geehrt., Reiter a.D. Wolfgang Huonker, Trompeter a.D. Robert Kanz und Astrid Münzer wurden mit dem Ehrenzeichen in Gold für 25 Jahre fördernde Mitgliedschaft ausgezeichnet. Trompeter a.D. Hartwig Lieb steht nach 20 Jahren aktiver und fördernder Mitgliedschaft das Ehrenzeichen in Silber zu. Ruth Bösch wurde für besondere Verdienste mit dem Verdienstkreuz in Bronze bedacht.

Nachdem sich der Beirat bereits Mitte des vergangenen Jahres auf einen kompletten Neustart geeinigt hatte, trat der verbliebene Beirat auf Antrag des Rittmeisters, einschließlich seiner Person zurück und übertrug gleichzeitig die Versammlungsleitung an Rittmeister Albert Steinhauser aus Altshausen.

Der ebenfalls bereits zur Außerordentlichen Corpsversammlung im Oktober 2017 gestellte Antrag auf Widerruf der Vorstandsbestellung entfiel somit gänzlich. Ein ebenfalls aus der Vergangenheit stammender Antrag auf Mitgliederausschluss wurde zwar vom Antragssteller nicht zurückgezogen, jedoch nach Aussprache an den zunächst neu zu wählenden Beirat verwiesen.

Die Wahlleitung und Wahlauszählung oblagen Rittmeister Albert Steinhauser von den Gelben Husaren Altshausen und MdL Klaus Burger. Nachdem Josef Riedinger seine Kandidatur zurückgezogen hatte wurde Rittmeister Anton Rädle von den hierzu wahlberechtigten 19 Aktiven bei vier Enthaltungen und zwei Gegenstimmen in geheimer Abstimmung mit großer Mehrheit wiedergewählt.

Als Zahlmeister wurde Felix Bösch, als Schriftführer Wolfgang Kieselbach, als Beisitzer für die aktiven Mitglieder wurden Max Bischofberger, Gregor Meichelbeck und Roland Ott, als Beisitzer für die fördernden Mitglieder Ruth Bösch und Markus Müller jeweils einstimmig gewählt.

Da satzungsgemäß die Wahl der Offiziere nicht im gleichen Jahr wie die des Kommandanten erfolgen darf, bleiben die Offiziersposten bis zur nächsten Corpsversammlung vakant.  Vom Kommandanten wurde Gregor Meichelbeck weiterhin als sein Vertreter und Robert Ott als Pressewart bestimmt.

In seinem Ausblick für das Jahr 2018 erbat der wiedergewählte Rittmeister engagierte Teilnahme am Frühjahrsausritt bei Elmar Molnar in Gammertingen, dem Kommandowechsel in Bad Saulgau, dem Tag der Bürgergarde in Friedrichshafen, dem 160. Eulogiusritt in Aftholderberg, dem Tag der Berittenen in Stuttgart, dem Volksfestumzug in Bad Cannstatt und den Hohenzollern-Reitturnieren in Bisingen.

In seinem abschließenden Grußwort ließ der Vertreter des Landesverbandes, Rittmeister Albert Steinhauser nicht unerwähnt, dass seine eigene Garde vor einigen Jahren ebenfalls eine ähnliche Krise wie die Kürassiere durchlebt hat und dass diese noch bisweilen nachwirkt. Dabei hob er vor, dass die Gelben Husaren daraus überwiegend an Erfahrung und Zusammenhalt gewonnen haben und auch die Kürassiere mit den verbliebenen 24 Aktiven immer noch genügend Quantität, sicher aber vor allem menschliche Qualität bewahrt haben.

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