Bereits in der Literatur werden die Reiter des seinerzeitigen „Kreiskürassier-Regiments Hohenzollern“ oft prägnant als „Hohenzollern-Kürassiere“ bezeichnet. Namensgebend für das Regiment war also sowohl der Schwäbische Kreis als Feldherr, als auch der jeweilige Regimentsinhaber, erstmals 1744, bereits als Erbprinz-, ab 1769 als Fürst Carl-Friedrich - und nach 1793 dessen Sohn Fürst Anton-Aloys von Hohenzollern.

„Kürassier“ bezeichnet den aufgrund seiner Bewaffnung Pallasch und Karabiner und Panzerung (Kürass = Brustpanzer) „Schweren Reiter“.

Der Verein „Hohenzollern-Kürassiere Sigmaringen e.V.“ wurde 1984 als Garde gegründet und ist seither Mitglied im Landesverband Historischer Bürgerwehren und Stadtgarden Württemberg und Hohenzollern und langjährig in der Union der Eüropäischen Wehrhistorischen Gruppen aktiv.

Die Hohenzollern-Kürassiere haben sich der Traditionspflege des seinerzeitigen "Kreiskürassierregiments Hohenzollern" und der Bürgerwehren unseres Landes verschrieben, die vorwiegend als Repräsentativgarden  „im bunten Rock“ zu Festlichkeiten und kirchlichen Feierlichkeiten herangezogen werden. Uniformen und Waffen sind Symbole geworden, aber noch immer heißt „Farbe tragen auch Farbe bekennen“.

Die „Bürger im Bunten Rock hängen keinen überholten militanten Ideen und Zielen an, Inhalt der Wehren ist heute das Bewahren einer guten Tradition, die Erhaltung bodenständigen Brauchtums und die Pflege der Kameradschaft.

Seit ihrer Gründung 1984 können die Hohenzollern-Kürassiere auf die Mitwirkung zahlreicher Veranstaltungen, Festumzüge, Paraden und Staatsempfänge zurückblicken.

Als Höhepunkte Ihrer Vereinsgeschickte werden neben dem Staatsempfang von Michael Gorbatschow 1989 in Stuttgart meist gerne auch die 1000-Jahr-Feierlichkeiten 1993 in Potsdam, die Europameisterschaft der Springreiter 2003 in Donaueschingen, 200 Jahre Fürstenkongress in Erfurt 2008, verschiedene Teilnahmen an den großen Festumzügen der Heimattage Baden-Württembergs, des Oktoberfestes in München und des Cannstatter Volksfestes aber auch die heimatlichen Paraden auf Burg Hohenzollern und Schloss Sigmaringen genannt.

Im Juni 2009 feierten die Hohenzollern-Kürassiere in Sigmaringen ihre 25-jährige Vereinsgeschichte mit einem Großen Landestreffen, bei dem über 2500 Gardisten aus 50 Bürgerwehren, Stadtgarden und Milizen aus Süddeutschland und wehrhistorische Gruppen aus dem europäischen Freundeskreis teilnahmen.

Neben zahlreichen Auslandsreisen zu den befreundeten Verbänden der UNION EUROPÄISCHER WEHRHISTORISCHER GRUPPEN nach Österreich, Polen, Ungarn oder Bulgarien galt die Teilnahme an der Steubenparade in New-York, an der die Hohenzollern-Kürassiere 2012 mit 21 Reitern und Trompetern teilgenommen haben als eine der bemerkenswertesten Aktionen.

Als Glanzstück der aus bis 30 Reitern bestehenden Truppe gilt bei Ihren Aufmärschen zweifellos das berittene Trompetercorps mit Paukenpferd, das den Gesamteindruck auch musikalisch eindrucksvoll unterstreicht.

Unterstützt wird die Aktive Truppe von derzeit 70 Fördermitgliedern und ist offen für jeden, der Freude hat, die Tradition des seinerzeitigen "Kreiskürassierregiments Hohenzollern" aufrecht zu erhalten und Kameradschaft in deren Reihen sucht.